Sind Spielhallen Museen der 90er?

Veröffentlich von Spiele-Raum.de Kategorie: News

spielhalleSpielhallen hatten an sich schon immer den Nimbus des Verruchten, des Illegalen oder zumindest ein gewisses Schmuddel-Iimage. Das kam von den Glückspielhöllen, die, zumeist verraucht waren und in richtigen Gastrolöchern integriert waren und dabei nicht gerade ein wohnliches Ambiente bieteten. Nun ist seit dem Glückspielstaatsvertrag aus dem Juli 2017 auch das endgültige Aus für so manche Spielhalle eingetreten. Es bleibt die Frage offen ob Spieler, die bisher ihr Glück in einer Spielhalle suchten nun auf Online-Casinos ausweichen oder andere Wege suchen, ihrem Hobby zu frönen.

In den letzten Jahren vor dem neuen Glückspielgesetz, waren die Spielhallen förmlich wie die Pilze im Wald aus der Erde geschossen. Eine Spielhalle reihte sich an die andere. Im Gesetz zum Glücksspiel, dass im Juli 2017 in Kraft trat, sind auch die Abstände zwischen den einzelnen Spielhallen geregelt, was für viele Spielhallenbetreiber das Aus bedeutete, da sie zu nahe an einen anderen Glücksrittertempel gebaut waren. Die Hallen mussten schließen und es bleibt fraglich, ob dadurch Casinos im Internet profitieren konnten.

Der Staat schaut durch die Finger

Durch den Erlass des neuen Gesetzes entgehen dem Staat Millionen an Steuereinnahmen. Damit sind nicht nur die Betreiber von Spielhallen auf der Verliererseite. Auch zahlreiche Arbeitsplätze gingen mit Inkrafttreten des Spielhallengesetzes verloren. Rechnet man die Kosten ein, die das Arbeitslosengeld der joblosen Spielhallenmitarbeiter verursachen, entstehen dem Staat Einbußen im Millionenbereich. Deutschland verzeichnete bisher an 9206 Standorten Spielhallen und es gab 14950 angemeldete Konzessionen für das Betreiben einer Spielhalle. Nun sind es nicht einmal knapp die Hälfte dieser Zahl. In Deutschlands Städten sind, so der DAW, mehr als die Hälfte aller Spielhallen von der Schließung betroffen. Einzig und allein die Anbieter der Spielsuchtberatung werden weiterhin nicht unter mangelnder Arbeit leiden, da ihre Klienten und Klientinnen nun weiterhin ihrer Sucht nach dem Spiel im Internet nachgehen können. Hier ist das Spielen zudem unkontrollierter und rund um die Uhr möglich.

Welche Vorteile hat Novoline vom Glückspielsstaatsvertrag?

Die Schließung der Spielhallen ist vor allem für die digitale Version des Glücksspiels, den Online Casinos, die ebenfalls die beliebten Casino Spiele von Novoline anbieten, ein Segen. Novoline bietet unter anderen nicht nur das Book auf Ra in allen Versionen an sondern auch Sizzling Hot, Lucky Lady’s Charm, Lord of the Ocean sowie Pharaos Ring. Es ist anzunehmen, dass aufgrund des Glückspielstaatsvertrags nun viele Spieler auf das Online-Casino ausweichen werden. Die sehr vielseitigen Spiele von Novoline versprechen jedenfalls einen regen Zulauf. Außerdem entwickelt Greentube, das Herz der Novoline-Spiele, stetig neue Glücksspiele. Es ist jedoch der Fall, dass seit 1. Januar 2018 die Novolinespiele für deutsche Staatsbürger auch in den Onlinecasinos nicht mehr angeboten werden. Dies ist deshalb eingetreten, weil es eine unklare Rechtslage in Deutschland gibt, so der österreichische Spielehersteller. Es sind harte Zeiten für deutsche Spieler angebrochen, vor allem von Fans der Spiele von Novoline. Als Alternative bieten sich nun die Spiele von Bally Wulff, Merkur und anderen Betreibern an, die in Deutschland noch zugänglich sind.

Das Aus für alle Spielhallen

Es scheint sicher zu sein, dass die Rechtslage in den Online-Casinos für Hausse-Stimmung sorgt. Die Spieler bewegen sich dabei jedoch in einer rechtlichen Grauzone, da das Glücksspiel im Internet in Deutschland verboten ist. Die einzige Ausnahme bildet hierbei das Bundesland Schleswig-Holstein. Die seriösen Online-Casinos werden jedoch nach den Richtlinien der Europäischen Union gesteuert. Die Betreiber der Glücksspiele besitzen zudem meist eine Lizenz aus Malta und fallen damit unter deren Regulierungsbehörde. Dieser einfache Trick macht es möglich, dass die Spielhallen im Internet legal werden. Ein weiterer digitaler Zufluchtsort ist außerdem Gibraltar, dass unter der Schirmherrschaft von Großbritannien in diesen Belangen steht. Es ist kein Zufall, dass hier sehr viele große Anbieter der Glücksspiele für das Internet ansässig sind, da sie unter die dortige Regulierungsbehörde fallen. Der große Zulauf zu den Online-Casinos wird aber auch durch ein paar andere Fakten untermauert: viele der professionellen Online-Casinos bieten ihre Plattformen auch für deutsche Spiele an und sind rund um die Uhr erreichbar, auch mittels des Kundenservice. Dies alles zu kontrollieren, wird außerdem dem Staat und den Ländern äußerst schwerfallen. Die Spielhallen hingegen waren in den Städten und den Gemeinden wesentlich einfacher zu kontrollieren. Der Zulauf wird vor allem von jüngeren Menschen dominiert sein, da diese eher technikinteressiert sind und generell viel Zeit im Internet verbringen. Im Internet ist zudem die Hemmschwelle nicht so groß, da man nicht von allen gesehen wird.